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Obertonflöten -Bauart

Die grifflochlosen Obertonflöten erscheinen in vielen Typen.
Die Endkantenflöten (Pflanzenstengel- und Metallflöten) und die Aufschnittkantenflöten, die sich in Flöten mit einem Zungenspalt (Schierlings- und Schrägflöte) und mit Kernspalt unterteilen. Letztere gliedern sich wiederum in Flöten mit geraden Anblasende (Goralen- und Unterflöte), Flöten mit Außenkern (Unter- und Ellenflöte) und Flöten mit schnabelartigem Mundstück (Weidenrinden- und Goralenflöte). Die einfachste und älteste Bauform ist die schon erwähnte Pflanzenstengelflöte. Ein hohler Pflanzenstengel, ca 250 - 500mm lang, mit einem Durchmesser von 8 - 11mm wird am Anblasende mit einem Winkel von ca 60° schräg angeschnitten, fertig ist sie. Diese Art von Flöte kann natürlich genauso auch aus anderen Rohren (Weidenrinde, Plastik, Metall) hergestellt werden. Im Osten Europas sind noch die alten Bauformen wie die Ellenflöte, die Unterflöte und die Goralenflöte bekannt. Sie alle sind ähnlich dem Prinzip einer klassischen Blockflöte aufgebaut. Ein getrocknetes Holz, meist Holunder, Ahorn oder Hasel wird entweder gespalten, ausgehöhlt, dann verleimt und mit Pflanzenfasern oder Birkenrinde umwickelt, oder mit einem, früher bei Zimmermännern üblichen, verlängerten Zapfenbohrer ausgebohrt (außer bei der Ellenflöte, da diese stark konisch am Ende zusammenläuft). Das Rohr wird mit einer Länge von 300 - 1000mm und einem Dm von 10 - 18mm gefertigt. Nun schnitzt man das Labium ein, die Kernspalte wird eingeschnitzt und daraufhin der Kern (aus Hartriegel oder Hasel) eingepasst. Die Luft wird so durch die Kernspalte auf das Labium geleitet wo der Ton entsteht. Das Anfertigen erfordert viel Übung und gute Kenntniss der Winkel des Luftkanals und des Labiums. In den nebenstehenden Bildern sieht man wie Vincent Jantos eine Unterflöte baut. Als erstes wird das Holz gespalten, dann der Kern herausgerissen, im nächsten Bild sieht man wie die Flöte ummantelt wird und im Letzten das Auskehlen der Kernspalte.

Die Dichte und Struktur des Holzes sowie Wandstärke und Struktur der Innenwand beeinträchtigen den Klang der Flöte. Grundsätzlich kann man sagen, hartes Holz gibt einen klaren obertonreichen Ton, weiches eher einen warmen vollen Ton. Dicke Wandstärke macht den tiefer und kräftiger, dünne ermöglicht es dem Rohr mitzuschwingen und läßt in so
wärmer werden. Die Innenwand sollte möglichst glatt gearbeitet sein, so daß sich die Luftsäule gut aufbauen kann, die Töne sprechen einfacher und klarer an.
Die oben beschriebenen Kernspaltflöten findet man auch aus Kunststoff oder Metall gefertigt.